AMIS APAX Janja

Abagabuzi b’amahoro ya kristu umwami-Missionairies of peace of Christ the King

Vier Monate ist es nun her, das ich hier in Janja, im Norden Rwandas bei APAX mein neues zu Hause gefunden habe. Im Moment lebe ich wie eine Sister von APAX auf ihrem Compound. Esse mit ihnen und arbeite mit ihnen. Der Bereich bietet Platz für drei Klassenzimmern für die Special Needed Education, ein Office mit angebundener Physiotherapy, in der ich ebenfalls arbeite, einem Zimmer für unsere Näher, vielen Domitories und damit Platz für die Internatsschüler, deren zu Hause zu weit weg ist oder die schlicht keines mehr haben. Einem Raum zum Essen für uns und die Sisters, einer Küche, einem Garten in dem ein Teil unseres Essens angebaut wird wie zum Beispiel amashu (Kohl), Papaya, Dodo (Ekeliges Grünzeug), Baumtomaten und andere Sachen wie z.B. ganz viele bunte Blumen. Mein Zimmer liegt am hinteren Ende des Compounds neben drei ähnlichen Zimmern, die auf einen offenen Gang führen. Anna wohnt seit nun 4 Wochen direkt neben mir, was die Abende die wir nicht mit den Sisters verbringen nochmal versüßt. Doch, das Grundstück sah nicht immer so belebt und dicht bebaut aus.

Lesen sie jetzt: The history of APAX.

Am Anfang war…

Sister Donata Uwimanimpaye fasste 2001 gemeinsam mit Father Ubolt den Entschluss die Mentalität in Rwanda grundlegend zu verändern. Nach den Schrecken des Genozids von 1994 herrschten immer noch Unruhen. Es fehlte an allen Ecken und Enden an Frieden und Wohlgesinung. Die beiden Gründer von APAX Sister Donata und Father Ubolt setzten sich das Ziel durch die neue Generation mit Hilfe des Glaubens wieder eine Kultur des Friedens, der Gerechtigkeit und der Liebe zu verbreiten. Dazu gehörte auch die Akzeptanz gegenüber körperlich und geistig behinderten Menschen. Das ganze sollte über ‚inclusive education‘ geschehen. So begannen die beiden, hier in Janja, die Gemeinde APAX aufzubauen. Gemeinsam mit einer Gruppe von Helfern, die sich selbst die Missionaries of Peace nannten und aus einem kleinen Kreis Sisters und Brothers* bestand und bis heute besteht. 2003 begannen sie ihre Idee umzusetzen. Am 3. Spetember eröffnetten sie eine improvisorische inclusive primary school auf dem heutigen Compound der Sisters, der damals nur zwei kleine Häuser fasste. In einem schliefen die Sisters und Brothers gemeinsam. In dem anderen wurde tagsüber unterichtet. Ein Jahr später wurde dann der Bereich special needed education, für lernschwache und geistig behinderte Kinder angeboten. Aufgrund von Platzmangel fand der Unterricht in den Räumen des kleinen Krankenhauses von Janja statt.Weil die Anzahl der Anmeldungen für diese neue Art zu unterrichten weiter stieg, wurde 2006 die primary school in das Elite Gymnasium Saint Jerome verlegt und auf dem compound der sisters wurden Klassenräume für die special needed education erreichtet. Erst 2009 kamen so viele Spenden zusammen, das APAX seine eigenen Schulgebäude bauen konnte. Bis heute ist die Geimschaft unglaublich gewachsen. Die Brothers, die bisher mit den Sisters in einem winzigen Haus gelebt hatten, haben sich in Janja, ein Stück weiter den Berg hinauf, zurück gezogen, in Reichweite der primary school, die jetzt noch zuwachs von einer nursery school (Kindergarten) bekommen hat.In dieser Zeit haben sich in allen Ecken des Landes Missionairies of Peace niedergelassen und Communities mit verschiendenen Zielen gegründet. In Muramba gibt es beisielsweiße eine Einrichtung für behinderte Menschen, in der sie Nähen lernen, um später ihrer Familie zur Hand gehen zu können oder vielleicht bei anderen Einrichtungen von APAX angestellt werden zu können, um dort als Schneider zu arbeiten. Oft schicken wir Kinder aus der special Needed Education in die Enrichting in Muramba, wenn sie Schwirigkeiten haben in der inclusive education untergebracht zu werden. Also nach der special needed education in der primary zusammen mit allen anderen Kindern unterrichtet zu werden. So ist eine meiner Schülerinnen ab nächsten Jahr in Muramba und lernt Pulover zu stricken und Klamotten zu nähen. Ich werde sie vermissen, aber bestimmt einmal besuchen gehen.

Seit dem Genozid hat sich Ruanda in eine sehr positive Richtung entwickelt. Die Menschen sind zurückhaltend, aber unglaublich freundlichund warmherzig. Alle versuchen die schreckliche Zeit hinter sich zu lassen und das beste aus dem zu machen was ihnen als Mensch gegeben wurde, nämlich Liebe und Wärme zu verbreiten. Dank Einrichtungen wie APAX, die eine Ausnahme in ganz Afrika darstellen war es Möglich diesen Punkt zu erreichen an dem Rwanda heute steht.

Für meine vielleicht ein wenig irritierten Leser:

* “Sisters und Brothers” kann man allgemein als “Nonne und Mönch” ins deutsche übersetzten, doch da man eine deutsche Nonne nicht mit einer Rwandischen Sister vergleichen kann spreche ich gerne weiterhin von Sister und Brother.

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