Ein Abschied, ein Aufbruch, ein neues Abenteuer

Hallo zusammen,

fast eine Woche ist es her, dass ich in Arua angekommen bin. Doch bis das geschah, ist viel passiert. Und zwar folgendes.

Begonnen hat es um 3:00. Noch nie bin ich so früh an einem Sonntag aufgestanden. Fängt also gut an. Mit einem emotionalen Abschied, am Flughafen Tegel, von meiner Familie

und einer Überprüfung nach dem Check-in, ob ich nicht doch Sprengstoff bei mir habe, ging es weiter.

Danach ging es ins Flugzeug. Leicht abwesend flog ich nach Brüssel. Dort angekommen und wartend auf die drei weiteren Freiwilligen, die mit nach Uganda gehen, beginne ich aufzuwachen. Unruhe erfasst mich, ich rufe Freunde an, verabschiede mich aufs erste nochmal und versuche mich zu beruhigen. Zu viert betreten wir ein Flugzeug, was natürlich einen Motorschaden hat. 40 Minuten später waren wir dann aber auf dem Weg. Die Landung beim Zwischenstopp, verschlafe ich komplett. Die in Entebbe aber nicht. Beim ausstieg kriege ich Panik. Habe ich doch die Malariaprophylaxe gar nicht genommen. Und ob ich sie eingepackt habe, weis ich auch nicht mehr. Wie dem auch sei, denke ich mir, gehe mir mein Touristenvisa einkleben lassen und hole mit den anderen mein Gepäck. Draußen werden wir von Rose erwartet, der Regionalkoordinatorin, und einem Freiwilligen. Er stellt sich als Raphael vor. Er ist länger geblieben, als er musste um uns mit Rose zusammen ein wenig einzuweisen. Im gemieteten Bus geht es nach Kampala ins Aponye Hotel und nach einer Zimmeraufteilung nochmal raus in die Stadt. Auf dem Old Taxi Park gibt es dann das erste ugandische Gericht um kurz vor ein Uhr morgens, Rolex. Teig und Ei mit Tomaten und irgendwas Grünem (was kann ich mich nicht erinnern) gerollt. Ein wenig trocken, aber Lecker. Und dann endlich schlafen.

Die folgenden Tage ging es ein erstes Mal Ugandische Schilling abheben, Simkarten kaufen und die Stadt erkunden.

Von der “Ugandan Central Mosque“ über die Stadt schauen, den Bahai Tempel besuchen und ein wenig entspannen,

bis zum Essen in einem indischen Restaurant, war einiges dabei. Die Deutsche Botschaft und deren Sicherheitseinweisung, sowie eine Erklärung zum erlangen des Arbeitsvisums durfte natürlich auch nicht fehlen.

Am Mittwoch ging es weiter nach Jinja zur Wohnung von Jakob und Franz. Mit einem Mitarbeiter von FABIO bewegten wir uns dann ein wenig – eine Fahrradtour durch die Stadt, auf den Markt, an den Hafen und zur Quelle des weißen Nils. Zwischendurch gab es aber nochmal Rolex. Dieses Mal mit Hühnchen.

Am Donnerstag ging es dann wieder zurück nach Kampala, denn Arua ruft. Mit einer Pause von einem Tag, wo ich nochmal meine Kleidung wusch, ging es dann los.

Im Bus nach Arua. Start 8:30. Etwas mehr als 8 Stunden später mit Stopps, wo man auf Toilette gehen aber auch Hühner oder essen durch das Busfenster erwerben konnte erreichten wir, Rose und ich, Arua. Empfangen wurden wir von zwei Mitarbeitern von RICE-WN, die uns zu unserem Hotel brachten. In der Stadt gab es dann Abendbrot. Die Nacht verbrachte ich zum großen Teil wach, konnte ich doch nicht einschlafen bei dem Gedanken an das was ansteht. Auch bekannte zu kontaktieren blieb mir verwehrt, wollte mein Handy wieder nicht einen Zugang zum lokalen Netz bekommen.

Nachdem ich irgendwie dann doch Schlaf fand, wachte ich entspannt am Sonntagmorgen auf. Nach einem Frühstück ging es dann um 12 Uhr los, die Wohnung, mein kommendes Zuhause für das nächste Jahr anschauen, was ich mir für drei Monate noch mit einer anderen Freiwilligen teilen werde.

Wie man es aus den Bildern vielleicht erkennt, ist der Aufbau des ganzen doch recht witzig, wenn man daran denkt, das hier zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts, drei Monate verbringen sollen. Aber ich freue mich drauf.

Aus dem kleinen Raum draußen, ist inzwischen die Küche geworden.

Der Raum daneben ist noch nahezu leer, stehen dort doch bisher nur die Waschutensilien. Im Hauptteil ist inzwischen ein Bett und ein Tisch untergebracht. Gespannt warte ich auf die Ankunft von meiner Mitfreiwilligen in diesem Wochenende.

Die Stadt habe ich mir natürlich auch schon ein wenig angesehen. Fotos zu machen, von Orten mit vielen Menschen, fällt mir aber immer noch schwer. Ich versuche es euch zuliebe aber weiter.

 

Das war jetzt vielleicht ein bisschen viel. Ich hoffe ihr seid hinterhergekommen. Wenn nicht fragt einfach nach.

Möge euer Tag ein schönes Ende finden.

Tilman

Eine Antwort auf „Ein Abschied, ein Aufbruch, ein neues Abenteuer“

  1. Hallo Tilman, na das hört sich doch schon mal ganz gut an. Bett steht, Moskitonetz hängt. Bin gespannt wie es weitergeht und ob das, was Du machen willst und kannst sich so umsetzen lässt. Viele Grüsse aus den Bergen.
    Manuela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.